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Personalmanagement in deutschen Krankenhäusern: Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit (5773 Besucher)
23.08.2006 von Kerstin Stachel
In ganz Deutschland protestieren und streiken derzeit Ärzte für massive Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen; gleichzeitig sinkt die Arbeitszufriedenheit in der Pflege signifikant: im Jahr 2004 hat ein Fünftel der Pflegekräfte überlegt, den Beruf aufzugeben und 13 Prozent haben erwogen in eine andere Klinik zu wechseln.
Ein Mangel an qualifiziertem und engagiertem Personal führt im Dienstleistungsunternehmen Krankenhaus mit einem Personalkostenanteil von 65 %, unmittelbar zu einem Qualitätsverlust in der Leistungserbringung und damit zu einer Verschlechterung der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten. Kliniken stehen gleichzeitig unter einem massiven Rationalisierungsdruck, so dass das Arbeitstempo und die Leistungsanforderungen kontinuierlich ansteigen. Technologische Entwicklung, ständig neue Vorschriften und Gesetze führen dazu, dass Aufgabenvielfalt und Weiterbildungsbedarf in Kliniken permanent zunehmen. Nur mit motivierten und engagierten Mitarbeitern können Kliniken diesen Wandel bewältigen. Ein professionelles Personalmanagement ist damit eine zentrale Erfolgsvorrausetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von Kliniken.
In der Praxis, so zeigt die vorliegende Studie, dominiert jedoch Verwaltungsdenken die Personalarbeit. Führungsinstrumente werden nach dem Gießkannenprinzip und in vielen Fällen bestenfalls semiprofessionell eingesetzt.

Unzureichende strategische Verankerung des Personalmanagements
Die Studie zeigt, dass in der Praxis derzeit das Personalwesen im Sinne einer verwaltenden Aufgabe wahrgenommen wird. Ein professionelles, gestaltendes Personalmanagement ist bislang nur in wenigen Kliniken etabliert. 28 Prozent der Kliniken haben keine Personalstrategie definiert und nur 14 Prozent entwickeln Unternehmensstrategie und Personalstrategie in wechselseitiger Abhängigkeit. Erstaunlich ist, dass 63 Prozent der Kliniken auf eine Steuerung des Personalmanagements mit Kennzahlen verzichten.

Wichtigstes Thema: Personalentwicklung
Für 50 Prozent der Personalmanager ist das Thema Personalentwicklung und Qualifizierung das wichtigste Zukunftsthema. An letzter Stelle auf der Agenda von Personalmanagern stehen der Mangel an Pflegekräften und die Altersversorgung. Erstaunlich ist, dass das Thema demografischer Wandel von keinem der Personalmanager genannt wurde. Die Studie zeigt, dass das Durchschnittsalter in der Verwaltung bei 41 Jahren, im ärztlichen Dienst bei 39,6 Jahren und in der Pflege bei 38,4 Jahren liegt. Allerdings gibt es offensichtlich Kliniken, bei denen das Durchschnittsalter bereits heute deutlich hö-her liegt: Verwaltung 55 Jahre, ärztlicher Dienst 55 Jahre und Pflege 47,4 Jahre.

Eigenschaften von Führungskräften, Unternehmenskultur
Die Personalmanager sind sich einig, dass eine gute Führungskraft vor allem über Sozialkompetenz verfügen muss. Umso alarmierender ist es, dass 42 Prozent der Kliniken die Sozialkompetenz in der Karriereentwicklung nicht berücksichtigen.
Auf Basis der Befragung konnte auch gezeigt werden, dass Leitbilder in Krankenhäusern erfolgreicher sind, wenn Personalstrategie und Führungsgrundsätze definiert sind.
In 25 Prozent der Kliniken wird den Mitarbeitern keine aktive Möglichkeit zur Kommunikation gegeben, d. h. in diesen Krankenhäusern werden weder Mitarbeiterbefragungen durchgeführt noch gibt es Feedbackgespräche.

Zielvereinbarungen
Zielvereinbarungen werden in 79 Prozent der Kliniken mit den Mitarbeitern getroffen. Überwiegend werden Ziele mit Führungskräften vereinbart. 86 Prozent der Kliniken treffen Zielvereinbarungen mit Verwaltungsmitarbeitern in Führungsverantwortung, 83 Prozent mit den Chefärzten und 65 Prozent mit der Pflegeleitung. Weniger als die Hälfte der Kliniken trifft Zielvereinbarungen mit den leitenden Oberärzten oder mit der Stationsleitung. Rund ein Viertel vereinbart auch mit den Pflegekräften und den Verwaltungsmitarbeitern ohne Führungsverantwortung Ziele.

Die vollständigen Studienergebnisse und zahlreiche Best-Practice-Beispiele erscheinen im September als Buch unter dem Titel: Professionelles Personalmanagement: Erkenntnisse und Best-Practice-Empfehlungen für Führungskräfte im Gesundheitswesen. Dieses Buch (480 Seiten) kann zum Preis von 35,00 Euro online unter http://www.wikom.net/shop oder per Fax unter 08592/9357-29 bei der WIKOM GmbH bestellt werden (ISBN 3-9811053-0-3/ Autoren: Wilfried von Eiff, Kerstin Stachel).

Die Studie wurde gemeinsam mit dem Unternehmen 2st und mit der Unterstützung des Arbeitskreises „Personalmanagement im Krankenhaus“ durchgeführt.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse wurde in der f&w publiziert: Eiff von, W., Stachel, K. (2006), Kliniken vernachlässigen das Personalmanagement: Eine Studie offenbart die Schwächen der Personalentwicklung in einer personalintensiven Branche, in: f&w, 23. Jg., Nr. 4, S. 416-421.


Link: http://www.ckm-consult.de

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